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Profifußball beim TSV 1860 München PDF Drucken E-Mail

Am 6. März 1899 gründete sich im Turnverein München von 1860 eine Spielriege, aus der später die Fußballabteilung entstand. Ihr erstes Spiel gegen eine andere Münchner Mannschaft bestritten die 1860-Fußballer am 27. Juli 1902 gegen den MTV 1879 (2:4). Als 1905/06 der offizielle Ligaspielbetrieb des Süddeutschen Fußballverbandes startete, waren die Sechzger Gründungsmitglied der A-Klasse Südbayern.

Nach einer zwölfjährigen Sportplatzodyssee über Schyrenwiese, Giesinger Heumarkt, Flaucher, Holzapfelkreuth und den Alpenplatz hatten die 1860-Fußballer 1911 schließlich eine dauerhafte Heimat gefunden: den Sechzger-Platz an der Grünwalder Straße. 1925/26 wurde der Platz zu Münchens erstem Stadion mit 35.000 Plätzen ausgebaut.

Als sich der Fußballsport nach dem 1. Weltkrieg zunehmend professionalisierte, verbuchten die Löwen auch ihre ersten überregionalen Erfolge: 1927 (1:4 gegen den 1. FC Nürnberg) und 1933 (0:4 gegen Schalke) scheiterte man erst im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft, 1931 gar erst im Finale (2:3 gegen Hertha BSC). 1942 holte der TSV 1860 schließlich seinen ersten nationalen Titel: Deutscher Pokalsieger gegen Schalke 04 (2:0).

Ab 1945 spielten die Löwen in der neu geschaffenen Oberliga Süd, aus der sie 1953 und 1956 abstiegen und insgesamt drei Jahre in der 2. Liga Süd (1953-55 und 1956/57) verbrachten. Nachdem die Nachkriegsjahre zunächst ohne sportliche Glanzlichter der Löwen geblieben waren, griff man Anfang der 1960er Jahre richtig an. Unter Trainer Max Merkel wurden die Sechzger 1963 Süddeutscher Meister und qualifizierten sich damit (anders als der rote Lokalrivale) für die neu gegründete Bundesliga. Es folgten die besten Jahre der Vereinsgeschichte: 1964 Pokalsieger (2:0 gegen Eintracht Frankfurt), 1965 Finalist im Europapokal der Pokalsieger (0:2 gegen West Ham) und 1966 schließlich Deutscher Meister.

Doch schon bald danach ging es sportlich bergab: Nach dem Abstieg aus der Bundesliga in die Regionalliga Süd 1970 verbrachte der TSV 1860 sieben Jahre in der Zweitklassigkeit, bis er sich 1977 in einer spannenden Aufstiegs-Relegation gegen Arminia Bielefeld durchsetzten (0:4, 4:0, 2:0) und die Rückkehr in die Bundesliga feiern konnte. Allerdings konnten die Löwen den Klassenerhalt nicht halten und stiegen direkt wieder in die Zweite Liga ab. 1979 ging es dann für zwei Jahre wieder nach oben, bis 1981 der erneute Abstieg in die Zweite Liga erfolgte. 1982 schließlich entzog der DFB aufgrund hoher Schulden und nicht eingehaltener Lizenzauflagen die Lizenz und verbannte die Löwen in die Bayernliga.

Es dauerte neun lange Jahre bis dem TSV 1860 1991 die Rückkehr in die 2. Liga gelang. Dort konnte man sich allerdings zunächst nicht halten und stieg 1992 umgehend wieder ab. Nun traten zwei Männer auf die Löwen-Bühne, unter denen die Löwen zu einem neuen Höhenflug ansetzten und die das Geschick des Vereins für die nächste Dekade bestimmen sollten: Präsident Karl-Heinz Wildmoser und Trainer Werner Lorant. Dem Durchmarsch von der Bayern- in die Bundesliga (1994) folgten sogar Europacup-Teilnahmen. Absoluter Höhepunkt waren der Platz 4 in der Saison 1999/2000 und die Spiele um die Qualifikation zur Champions League (1:2 und 0:1 gegen Leeds).

2004 ging es dann schließlich wieder bergab: Als Tabellenvorletzter musste 1860 den Gang in die 2. Liga antreten. Trotz der vorübergehenden Rückkehr ins Sechzger-Stadion wurde der direkte Wiederaufstieg knapp verpasst. Seit der Saison 2004/2005 spielen die Löwen nun in der 2. Liga.

 


 
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